11. März 2016

Welch Gnade, welche Liebe...

Artikel: Sven Fricke

Text: Matthäus 8:1-4

Topic: Sünde, Vergebung, Gnade




Matthäus 8:1-4

Heilung eines Aussätzigen

​1 Als er aber von dem Berg herabgestiegen war, folgten ihm große Volksmengen. 2 Und siehe, ein Aussätziger kam heran und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen. 3 Und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will. Sei gereinigt! Und sogleich wurde sein Aussatz gereinigt. 4 Und Jesus spricht zu ihm: Siehe, sage es niemandem; sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und bring die Gabe dar, die Mose angeordnet hat, ihnen zum Zeugnis!


Mit welch einer großen Gnade und Liebe begegnet Jesus dem unreinen Aussätzigen. Jesus war ein Jude (Joh. 4:9) und er war unterwiesen in all den Gesetzen der Juden. Jesus wusste also ganz genau um die Anordnung die Gott der Vater durch Mose gegeben hatte (3. Mose/Levitikus 5:3) wo geschrieben steht: "wer unreines anrührt macht sich selbst unrein". 

3. Mose/Levitikus 5:3

3 Oder wenn er die Unreinheit eines Menschen anrührt, was seine Unreinheit auch sei, durch die er unrein wird, und es ist ihm verborgen,- erkennt er es, dann ist er schuldig.

Und dennoch sehen wir wie Jesus sich in Gnade und Liebe erbarmt. Jesus hat sich hier selbst nicht verunreinigt oder gar schuldig gemacht sondern er hat den Willen des Vaters getan der durch den Propheten Jesaja ausgesprochen war:

Jes 42:1-4

1 Siehe, mein Knecht, den ich halte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat: Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er wird das Recht zu den Nationen hinausbringen 2 Er wird nicht schreien und [die Stimme] nicht erheben und seine Stimme nicht hören lassen auf der Straße 3 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue bringt er das Recht hinaus 4 Er wird nicht verzagen noch zusammenbrechen, bis er das Recht auf Erden aufgerichtet hat. Und die Inseln warten auf seine Weisung. 

Jesaja 61:1-3

​1 Der Geist des Herrn, HERRN, ist auf mir; denn der HERR hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, 2 auszurufen das Gnadenjahr des HERRN und den Tag der Rache für unsern Gott, zu trösten alle Trauernden, 3 den Trauernden Zions [Frieden], ihnen Kopfschmuck statt Asche zu geben, Freudenöl statt Trauer, ein Ruhmesgewand statt eines verzagten Geistes, damit sie Terebinthen der Gerechtigkeit genannt werden, eine Pflanzung des HERRN, daß er sich [durch sie] verherrlicht

Dies ist eine von unzähligen Schriftstellen im Wort Gottes die uns von Jesu treuen Dienst als Retter und Heiland bezeugen. Das Wort Gottes lässt uns erkennen das der Heiland dieser Welt nicht gekommen ist um in Palästen zu residieren, (Markus 10:45) Gerechte zu rufen, oder die gesunden zu stärken,- nein Jesus kam in diese Welt um den elenden und den Sünder zur Buße zu rufen und zu retten. Lukas 5:31-32

Denn genau hier liegt das größte Problem der Menschheit, ganz gleich welcher Abstammung, Hautfarbe, Sprache, welchen Geschlechts oder Alter wir auch sind, wir sind alle samt, von Geburt an mit der tödlichen, verheerenden und unheilbaren "Sündenkrankheit" infiziert. Psalm 51:7    Römer 3:12

Seit dem Sündenfall, wo der Mensch seine Unabhängigkeit von Gott zelebrierte und sich durch seine Sünde von Gott trennte, ist die gesamte Menschheit dem Fluch der Gottlosigkeit unterworfen. Selbst Menschen die Gott nicht kennen und bewusst gottlos leben, sind erschrocken von den unheilvollen und Angst einflößenden Zuständen in dieser Welt. Gottes Wort beschreibt unseren Zustand trefflich mit den Worten: "Wir stürzen am Mittag wie in der Dämmerung. Wir sind unter Gesunden den Toten gleich"  Jesaja 59:10

Nur ein paar Kapitel weiter spricht Gott an anderer Stelle von uns Menschen. Er sagt wiederum von der Sünde des Menschen folgendes:

Jes. 64:6 - Wir sind allesamt geworden wie Unreine [Wie Aussätzige] und alle unsere Tugenden wie ein beflecktes Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Blätter, und unsere Sünden führen uns dahin wie der Wind.

Was bedeutet "Unrein - Aussatz"

Dieser Begriff umfasste in biblischer Zeit mehrere Hautkrankheiten, z.T. auch die damals noch unheilbare Lepra. Der Aussätzige galt also bei den Juden als kultisch unrein. Das ist genau das Bild das uns Gottes Wort in Bezug auf unsere Sünde aufzeigen will. Durch die Sünde sind wir Menschen, Du und Ich, in eine schreckliche, für uns selbst unlösbare, vernichtende Lage gekommen. Sünde in unserem Leben haftet wie der Aussatz an dem Menschen, von dem er sich nicht selbst reinigen kann,- er ist "Unrein"Sünde ist ohne Ausnahme tödlich und grässlich, sie entstellt das Leben wie Lepra und führt unweigerlich ins verderben. Nichts können wir tun um davon frei zu werden, im Gegenteil,- Gott sagt, dass all unsere besten Werke [alle unsere Tugenden und all unsere Gerechtigkeit] wie ein beflecktes Kleid sind. Jes. 64:6 

Unsere "guten Werke", ja sogar unsere "besten Werke und Tugenden" führen zu nichts, sie sind wie ein hilfloser Versuch einen mit Lepra erkrankten und von Blut und Eiter triefenden Menschen in einen weißen Seidenanzug zu stecken um ihn so, sauber und Rein präsentieren zu können. Doch was wird schon nach kurzer Zeit geschehen?? Die Verwesung und der Aussatz an seinem Fleisch werden dazu führen, das die weiße Seide zu dreckigen Lumpen wird. Genauso verhält es sich mit der Sünde, sie ist unheilbar und der Mensch kann mit all seinen guten Werken und Tugenden nichts erreichen und nichts tun um von der Sünde frei zu werden. Ganz gleich wie oft und lange wir Fasten, ganz gleich wie weit und oft wir Pilgern, ganz gleich ob Mekka, Medina, Jerusalem oder der Jakobsweg, weder durch die Lehren des Islam, des Buddhismus oder des Konfuzius, der Mensch kann nichts tun um von seiner Sünde frei zu werden. 

Auch wir Christen müssen damit aufhören unsere eigene Gerechtigkeit in unseren eigenen guten Werken und Taten zu suchen. 

Wir sollten nicht sein wie jene aus Matthäus 7:22 die rufen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen große und tolle Taten getan. Wir können und wir sollen nichts dergleichen tun, da Gott in Christus schon alles getan hat. Als Gottes Sohn an dem blutigen Stamm des Kreuzes um unserer Sünden willen litt, taten sich die Schleusen des Himmels auf, um Ströme der Heilung auf uns herab regnen zu lassen. Denn... DURCH SEINE WUNDEN SIND WIR GEHEILT!  Jesaja 53:4-5

Wir sollten allesamt lieber die Gnade und Liebe und das unendliche Erbarmen unseres Gottes in Jesus Christus erkennen und umarmen. Lasst uns mit all unserer Kraft und allem was in uns steckt unser ganzes Vertrauen nur auf Christus setzen und auf das was er auf Golgatha für uns tat, als er rief: ES IST VOLLBRACHT!  Johannes 19:30

Dort auf Golgatha gilt nicht was wir getan, sondern was Gott für uns getan hat, in dem er seinen eigenen Sohn nicht verschonte um uns von unseren Sünden zu befreien.

Wollen wir nicht noch HEUTE den liebevollen Worten Jesu aus Matthäus 11:28-29 folgen und Ruhe für unsere Seelen finden? Wollen wir nicht noch HEUTE zu Jesus Christus unseren Herrn und Retter kommen, uns vor ihm niederwerfen und Ausrufen: Herr wenn du willst kannst du mich reinigen.

Dieser Herr und Heiland wird in seiner unendlich großen Gnade und Liebe seine Hand ausstrecken, uns anrühren, und sagen: 

 

ICH WILL, SEI GEREINIGT!


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